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Bundpositionen für Gitarren berechnen – präzise Tabelle für Luthiers & Builder

Berechnet exakte Bundabstände für jede Mensur in mm oder Zoll. Ideal für Gitarrenbau, Reparatur und Intonationsprüfung. Inkl. 12. Bund-Highlight und kumulativer Messhilfe.

Mehmet Demiray Veröffentlicht Aktualisiert
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Abstand vom Sattel zum Steg, z. B. 648 mm (25.5")

Jeder Bund liegt dort, wo die verbleibende Saitenlänge um die zwölfte Wurzel aus 2 schrumpft — das gleiche Verhältnis von 1,0595, das die Töne selbst trennt.

Gängige Mensurlängen: Fender 648 mm (25.5"), Gibson 628 mm (24.75"), Konzertgitarre 650 mm, Ukulele 380 mm.

Miss vom Sattel bis zur Mitte des 12. Bundes und verdopple den Wert, um die Mensurlänge zu bestätigen; der Steg sitzt etwas weiter für die Intonationskompensation.

Die Mathematik hinter dem Gitarrenhals: Wie der Bundrechner für Gitarren funktioniert

Jeder Gitarrist kennt das Phänomen: Je weiter man den Hals hinaufgreift, desto enger rücken die Bünde zusammen. Doch warum ist das so? Die Antwort liegt in der gleichstufigen Stimmung, die unser heutiges Tonsystem prägt. Der Bundrechner für Gitarren nutzt eine einfache, aber präzise Formel, um die Position jedes Bundes zu berechnen: Die Entfernung eines Bundes nn vom Sattel ergibt sich aus der Skalenlänge LL nach der Gleichung dn=LL2n/12.d_n = L - \frac{L}{2^{n/12}}. Diese Formel basiert auf der Tatsache, dass eine Verdopplung der Saitenspannung – also das Verkürzen der schwingenden Länge auf die Hälfte – den Ton um genau eine Oktave erhöht. Da eine Oktave in zwölf gleich große Halbtonschritte unterteilt ist, muss jeder Bund so platziert werden, dass die Saitenlänge nach dem 12. Bund exakt die Hälfte der ursprünglichen Skalenlänge beträgt.

Nehmen wir als Beispiel eine Gitarre mit einer Skalenlänge von 648 mm. Der 12. Bund liegt hier bei genau 324 mm – also der Hälfte. Der erste Bund hingegen befindet sich bei 36,37 mm vom Sattel entfernt. Diese Werte sind kein Zufall, sondern das Ergebnis der mathematischen Gesetzmäßigkeit. Der Bundrechner für Gitarren macht diese Berechnungen für jeden Bund bis zum 24. Bund möglich und zeigt dabei auch die Abstände zwischen den Bünden an. Besonders nützlich ist dies für Luthiers, die bei der Herstellung eines Instruments präzise Markierungen setzen müssen, oder für Musiker, die die Intonation ihres Instruments überprüfen möchten.

Die Formel lässt sich auch durch die sogenannte „Regel des 18“ (genauer: 17,817) ersetzen, die in Werkstätten vor der digitalen Ära verwendet wurde. Dabei wird die verbleibende Saitenlänge nach jedem Bund durch 17,817 geteilt, um die Position des nächsten Bundes zu bestimmen. Beide Methoden führen zum gleichen Ergebnis, da sie auf demselben mathematischen Prinzip beruhen: der zwölften Wurzel aus 2, also 21/121,059462^{1/12} \approx 1,05946.

Wer sich fragt, warum die Bünde nach oben hin immer enger werden, findet die Antwort in der logarithmischen Natur der Tonhöhe. Jeder Halbtonschritt erfordert eine proportionale Verkürzung der Saitenlänge, nicht eine absolute. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Bund größer ist als zwischen dem 21. und 22. Bund – bei einer Skalenlänge von 648 mm beträgt der erste Abstand 34,32 mm, der zweite nur noch 11,45 mm.

Die Regel des 18: Ein traditionelles Werkstattgeheimnis im digitalen Zeitalter

Bevor es digitale Hilfsmittel wie den Bundrechner für Gitarren gab, verließen sich Gitarrenbauer auf eine einfache, aber effektive Methode: die Regel des 18. Diese besagt, dass man die verbleibende Saitenlänge nach jedem Bund durch 17,817 teilt, um die Position des nächsten Bundes zu ermitteln. Der Wert 17,817 ist dabei kein willkürlich gewählter Faktor, sondern das Ergebnis der mathematischen Beziehung zur zwölften Wurzel aus 2. Diese Regel ermöglichte es Handwerkern, mit einem einfachen Taschenrechner oder sogar im Kopf präzise Bundpositionen zu bestimmen – ein Verfahren, das bis heute in vielen Werkstätten Anwendung findet.

Um die Regel des 18 praktisch anzuwenden, beginnt man mit der gesamten Skalenlänge. Bei einer Gitarre mit 628 mm Skalenlänge (typisch für eine Gibson) teilt man diese zunächst durch 17,817, um den Abstand des ersten Bundes vom Sattel zu erhalten: 35,24 mm. Für den zweiten Bund subtrahiert man diesen Wert von der Skalenlänge und teilt das Ergebnis erneut durch 17,817. Dieser Prozess wird für jeden weiteren Bund wiederholt. Der Bundrechner für Gitarren automatisiert diesen Vorgang und liefert eine vollständige Tabelle mit allen Positionen – ohne dass man jeden Schritt manuell berechnen muss.

Interessanterweise führt die Regel des 18 zum gleichen Ergebnis wie die mathematische Formel dn=LL2n/12d_n = L - \frac{L}{2^{n/12}}. Der Unterschied liegt lediglich in der Herangehensweise: Während die Formel direkt die Position jedes Bundes berechnet, arbeitet die Regel des 18 iterativ und nutzt die verbleibende Saitenlänge nach jedem Bund. Beide Methoden sind gleichwertig, doch die Regel des 18 war in der Praxis oft einfacher umzusetzen, bevor Computer und Taschenrechner mit komplexen Funktionen verfügbar waren.

Ein häufiger Fehler bei der manuellen Anwendung der Regel des 18 ist das Aufaddieren der Abstände. Wer versucht, die Position eines Bundes durch das einfache Addieren der vorherigen Abstände zu bestimmen, riskiert Messfehler, die sich mit jedem Bund verstärken. Der Bundrechner für Gitarren vermeidet dieses Problem, indem er jede Position direkt vom Sattel aus berechnet. Für Luthiers ist es daher ratsam, immer die kumulativen Abstände vom Sattel zu messen, statt die Abstände zwischen den Bünden zu addieren – eine Methode, die der Bundrechner automatisch anwendet.

Skalenlänge und Spielgefühl: Warum Fender und Gibson sich so unterschiedlich anfühlen

Die Skalenlänge einer Gitarre ist einer der entscheidenden Faktoren für ihr Spielgefühl, ihre Klangcharakteristik und sogar die Saitenspannung. Zwei der bekanntesten Skalenlängen sind die 648 mm (25,5 Zoll) von Fender und die 628 mm (24,75 Zoll) von Gibson. Auf den ersten Blick mag der Unterschied von nur 20 mm gering erscheinen, doch er hat spürbare Auswirkungen auf das Instrument. Der Bundrechner für Gitarren hilft dabei, diese Unterschiede sichtbar zu machen und zu verstehen, warum sich beide Gitarren so unterschiedlich anfühlen.

Bei einer Fender mit 648 mm Skalenlänge liegt der erste Bund bei 36,37 mm vom Sattel entfernt, während er bei einer Gibson mit 628 mm nur 35,24 mm misst. Dieser scheinbar kleine Unterschied summiert sich über die gesamte Halslänge: Der 24. Bund einer Fender befindet sich bei 623,47 mm, der einer Gibson bereits bei 604,26 mm. Die kürzere Skalenlänge führt zu einer geringeren Saitenspannung, was das Bending erleichtert und einen weicheren, wärmeren Klang begünstigt – ein Grund, warum Gibson-Gitarren oft in Blues und Jazz bevorzugt werden. Fender-Instrumente hingegen bieten durch die längere Skalenlänge eine straffere Saitenspannung, was präzises Picking und einen klareren, durchsetzungsfähigeren Ton ermöglicht.

Ein weiterer Unterschied zeigt sich in der Bundabfolge. Bei einer Fender beträgt der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Bund 34,32 mm, während er bei einer Gibson nur 33,26 mm misst. Diese proportionalen Unterschiede setzen sich über den gesamten Hals fort und beeinflussen das Spielgefühl. Gitarristen mit kleineren Händen bevorzugen oft die kompaktere Gibson-Skala, während Spieler mit größeren Händen die etwas weiter auseinanderliegenden Bünde einer Fender als angenehmer empfinden. Der Bundrechner für Gitarren macht diese Unterschiede sichtbar und hilft dabei, die passende Skalenlänge für ein neues Instrument oder einen Umbau zu wählen.

Neben den klassischen Skalenlängen gibt es auch Multiscale- oder Fanned-Fret-Gitarren, die unterschiedliche Skalenlängen für die tiefen und hohen Saiten kombinieren. Hier kommt der Bundrechner besonders zum Einsatz, da er die Positionen für beide Skalenlängen gleichzeitig berechnen kann. Eine typische Multiscale-Gitarre könnte beispielsweise eine Skalenlänge von 648 mm für die tiefe E-Saite und 635 mm für die hohe e-Saite aufweisen. Der Bundrechner liefert dann zwei Tabellen, die dem Gitarrenbauer als Vorlage für die schräg verlaufenden Bünde dienen.

Vom Rechner zum Holz: So markierst du deine Bundpositionen fehlerfrei

Der Bundrechner für Gitarren liefert eine präzise Tabelle mit den Positionen aller Bünde – doch wie überträgt man diese Werte fehlerfrei auf das Holz? Der Schlüssel liegt in der richtigen Messtechnik und einer systematischen Vorgehensweise. Der häufigste Fehler besteht darin, die Abstände zwischen den Bünden zu messen und aufzuaddieren. Diese Methode führt zu kumulativen Messfehlern, die sich mit jedem Bund verstärken. Stattdessen sollte man immer vom Sattel aus messen und die kumulativen Abstände der Bundrechner-Tabelle verwenden.

Beginne damit, die Skalenlänge deiner Gitarre genau zu bestimmen. Bei einer neuen Gitarre ist dies die vom Hersteller angegebene Länge, bei einem Umbau oder einer Eigenbau-Gitarre misst du vom Sattel bis zur Mitte der Stegeinlage. Gib diese Länge in den Bundrechner für Gitarren ein und wähle die gewünschte Bundanzahl. Die resultierende Tabelle zeigt für jeden Bund die Entfernung vom Sattel – diese Werte sind deine Referenz. Markiere zunächst den 12. Bund, der genau in der Mitte der Skalenlänge liegen muss. Bei einer 650 mm Skala (typisch für eine klassische Gitarre) sollte dieser bei 325 mm liegen. Diese Kontrolle ist essenziell, da sie dir sofort zeigt, ob deine Messung korrekt ist.

Für die weiteren Bünde verwendest du am besten eine Präzisionsschieblehre oder ein digitales Messgerät. Markiere die Positionen mit einem feinen Bleistift oder einer Reißnadel, wobei du darauf achtest, dass die Markierung genau senkrecht zur Halsachse steht. Ein häufiger Fehler ist das Messen von der Vorderkante des Sattels statt von seiner Auflagefläche. Der Sattel selbst hat eine gewisse Dicke, die in die Messung einbezogen werden muss. Der Bundrechner für Gitarren geht von der Auflagefläche aus, also solltest du deine Messung ebenfalls dort beginnen.

Sobald alle Positionen markiert sind, empfiehlt es sich, die Abstände zwischen den Bünden zu überprüfen. Diese sollten mit den Werten in der Spalte „Abstand zum vorherigen Bund“ übereinstimmen. Besonders wichtig ist dies bei den höheren Bünden, wo die Abstände sehr klein werden. Bei einer 648 mm Skala beträgt der Abstand zwischen dem 21. und 22. Bund nur noch 11,45 mm – hier ist Präzision entscheidend. Ein Tipp: Verwende eine Lupe oder ein Vergrößerungsglas, um die Markierungen genau zu setzen. Sobald alle Positionen korrekt sind, kannst du mit dem Einsetzen der Bünde beginnen.

Typische Fehler beim Bundlayout und wie der Bundrechner sie vermeidet

Selbst erfahrene Gitarrenbauer machen gelegentlich Fehler beim Markieren der Bundpositionen. Der Bundrechner für Gitarren hilft dabei, diese Fehler zu vermeiden, indem er präzise Tabellen liefert und auf häufige Fallstricke hinweist. Einer der häufigsten Fehler ist das Messen vom falschen Bezugspunkt. Viele messen die Skalenlänge vom vorderen Rand des Sattels statt von seiner Auflagefläche, was zu einer systematischen Verschiebung aller Bundpositionen führt. Bei einer 648 mm Skala kann dieser Fehler bereits 2 mm oder mehr betragen – genug, um die Intonation spürbar zu beeinträchtigen.

Ein weiterer klassischer Fehler ist das Aufaddieren der Abstände zwischen den Bünden. Diese Methode führt zu kumulativen Messfehlern, die sich mit jedem Bund verstärken. Der 24. Bund einer Gitarre mit 648 mm Skala liegt theoretisch bei 623,47 mm vom Sattel. Wer die Abstände zwischen den Bünden misst und addiert, landet schnell bei einem Wert, der um mehrere Millimeter abweicht. Der Bundrechner für Gitarren vermeidet dieses Problem, indem er die kumulativen Abstände vom Sattel aus angibt – die einzige zuverlässige Methode für präzise Ergebnisse.

Auch die Vernachlässigung der Stegkompensation ist ein häufiger Fehler. Der Bundrechner weist darauf hin, dass der Steg nicht genau bei der Skalenlänge sitzt, sondern 1 mm bis 3 mm weiter hinten platziert wird, um die Intonation zu optimieren. Diese Kompensation ist notwendig, weil die Saiten beim Greifen leicht gedehnt werden und dadurch die Tonhöhe ansteigt. Der Bundrechner berechnet zwar nicht die genaue Kompensation, erinnert aber daran, diesen Faktor bei der finalen Einstellung des Instruments zu berücksichtigen.

Ein weiterer Stolperstein ist die Annahme, dass der 12. Bund immer genau in der Mitte der Saitenlänge liegt. Wer hier eine Abweichung feststellt, misst oft fälschlicherweise bis zum Steg statt bis zum Sattel. Der Steg trägt die Kompensation, daher ist die Saitenlänge bis zum Steg länger als die Skalenlänge. Der Bundrechner für Gitarren zeigt klar, dass der 12. Bund bei der halben Skalenlänge liegen muss – ein einfacher Test, um die Genauigkeit der Bundpositionen zu überprüfen. Wer diese typischen Fehler kennt, kann sie gezielt vermeiden und erhält ein Instrument mit perfekter Intonation.

Multiscale-Gitarren: Zwei Skalenlängen auf einem Hals

Multiscale-Gitarren, auch Fanned-Fret-Gitarren genannt, brechen mit der traditionellen Bauweise, indem sie unterschiedliche Skalenlängen für die tiefen und hohen Saiten verwenden. Diese Konstruktion bietet mehrere Vorteile: Die tiefen Saiten profitieren von einer längeren Skalenlänge, die mehr Spannung und einen klareren Ton ermöglicht, während die hohen Saiten mit einer kürzeren Skala leichter zu greifen sind. Der Bundrechner für Gitarren ist ein unverzichtbares Werkzeug, um die schräg verlaufenden Bundpositionen präzise zu berechnen.

Eine typische Multiscale-Gitarre könnte beispielsweise eine Skalenlänge von 648 mm für die tiefe E-Saite und 635 mm für die hohe e-Saite aufweisen. Der Bundrechner liefert für beide Skalenlängen separate Tabellen, die als Vorlage für die Bundmarkierungen dienen. Der erste Bund der tiefen E-Saite liegt bei 36,37 mm, während der erste Bund der hohen e-Saite nur 35,64 mm vom Sattel entfernt ist. Diese Differenz setzt sich über den gesamten Hals fort und führt zu den charakteristischen schrägen Bünden.

Die Herausforderung bei Multiscale-Gitarren liegt in der präzisen Umsetzung. Jeder Bund muss sowohl für die tiefe als auch für die hohe Saite markiert werden, wobei die Positionen leicht versetzt sind. Der Bundrechner für Gitarren vereinfacht diesen Prozess, indem er beide Tabellen gleichzeitig generiert. Ein praktischer Tipp: Beginne mit der Markierung des 12. Bundes, der für beide Saiten genau in der Mitte ihrer jeweiligen Skalenlänge liegt. Bei einer 648 mm/635 mm Gitarre befindet sich der 12. Bund der tiefen E-Saite bei 324 mm und der hohen e-Saite bei 317,5 mm. Diese Kontrolle stellt sicher, dass die Skalenlängen korrekt umgesetzt wurden.

Multiscale-Gitarren erfordern auch eine angepasste Stegkonstruktion, da die Saiten unterschiedliche Winkel zum Steg aufweisen. Der Bundrechner weist darauf hin, dass die Stegkompensation für jede Saite individuell eingestellt werden muss, um eine perfekte Intonation zu erreichen. Trotz des höheren Aufwands bei der Herstellung bieten Multiscale-Gitarren ein einzigartiges Spielgefühl und klangliche Vorteile, die viele professionelle Gitarristen schätzen. Mit dem Bundrechner für Gitarren wird die Planung und Umsetzung deutlich einfacher – selbst für komplexe Multiscale-Projekte.

Wie du mit dem Bundrechner die Intonation deiner Gitarre überprüfst

Eine schlechte Intonation macht selbst die beste Gitarre unspielbar. Mit dem Bundrechner für Gitarren kannst du schnell überprüfen, ob die Bundpositionen deines Instruments korrekt sind – und gegebenenfalls nachjustieren. Der erste Schritt besteht darin, die Skalenlänge deiner Gitarre zu messen. Miss vom Sattel bis zur Mitte der Stegeinlage und vergleiche diesen Wert mit den Angaben des Herstellers. Bei einer Fender Stratocaster sollte die Skalenlänge beispielsweise 648 mm betragen. Gib diesen Wert in den Bundrechner ein und wähle die Bundanzahl deiner Gitarre.

Der Bundrechner liefert eine Tabelle mit den theoretischen Positionen aller Bünde. Miss nun die tatsächlichen Abstände auf deiner Gitarre und vergleiche sie mit den Werten der Tabelle. Besonders wichtig ist der 12. Bund, der genau in der Mitte der Skalenlänge liegen muss. Bei einer 648 mm Gitarre sollte dieser bei 324 mm vom Sattel entfernt sein. Weicht dieser Wert ab, deutet dies auf ein grundlegendes Problem mit der Bundpositionierung hin. Kleinere Abweichungen bei den höheren Bünden sind normal, da hier die Messungenauigkeiten zunehmen – doch auch hier sollten die Werte nicht mehr als 0,5 mm von der Tabelle abweichen.

Falls du Abweichungen feststellst, liegt das Problem oft nicht bei den Bünden selbst, sondern bei der Stegposition. Der Bundrechner weist darauf hin, dass der Steg nicht genau bei der Skalenlänge sitzt, sondern 1 mm bis 3 mm weiter hinten platziert wird, um die Intonation zu optimieren. Diese Kompensation ist notwendig, weil die Saiten beim Greifen leicht gedehnt werden und dadurch die Tonhöhe ansteigt. Miss die Länge vom 12. Bund bis zum Steg – sie sollte etwa 1 mm bis 2 mm länger sein als die Länge vom Sattel bis zum 12. Bund. Falls dies nicht der Fall ist, kann eine Anpassung der Stegposition das Problem beheben.

Ein weiterer häufiger Grund für Intonationsprobleme ist ein falsch eingestellter Hals oder eine zu hohe Saitenlage. Der Bundrechner für Gitarren hilft dir, die Bundpositionen zu überprüfen, doch für die Feinjustierung der Intonation sind weitere Schritte notwendig. Mit einem Stimmgerät kannst du die Tonhöhe der leeren Saite mit der des 12. Bundes vergleichen. Stimmen beide exakt überein, ist die Intonation korrekt. Falls nicht, muss die Stegposition angepasst werden. Der Bundrechner ist dabei dein erster Schritt, um die Ursache des Problems zu identifizieren.

Die, die wir am häufigsten beantworten.

Warum werden die Bünde auf dem Griffbrett immer enger, je höher man kommt?

Die Bünde folgen der gleichstufigen Stimmung, bei der jede Halbtonschritt die Saitenlänge um den Faktor 1,059 (die 12. Wurzel aus 2) verkürzt. Da die Saitenlänge exponentiell abnimmt, wird der Abstand zwischen den Bünden immer kleiner. Auf einer Gitarre mit 648 mm Mensur sitzt der erste Bund bei 36,37 mm, der 21. aber nur noch 11,45 mm vom vorherigen entfernt. Das ist kein Konstruktionsfehler, sondern physikalisch notwendig, um die richtige Tonhöhe zu treffen.

Wie übertrage ich die Tabelle vom Bundrechner für Gitarren fehlerfrei auf mein Griffbrett?

Messen Sie immer vom Sattel aus – nicht von Bund zu Bund. Markieren Sie die Positionen mit einem feinen Bleistift oder einer Reißnadel, indem Sie die kumulierten Werte aus der Tabelle verwenden. Bei einer 648 mm-Mensur liegt der 12. Bund exakt bei 324 mm, der 19. bei 433,9 mm. Vermeiden Sie es, die Abstände zwischen den Bünden zu addieren, da sich Messfehler sonst aufsummieren. Nutzen Sie am besten eine digitale Schieblehre für präzise Ergebnisse.

Warum zeigt mein Instrument am 12. Bund nicht genau die Hälfte der Mensur an?

Der 12. Bund sollte theoretisch exakt die Hälfte der Mensur markieren – bei 648 mm also 324 mm. Falls das nicht stimmt, messen Sie vermutlich bis zum Steg statt bis zum Sattel. Der Steg ist für die Intonationskompensation meist 1 mm bis 3 mm weiter vom Korpus entfernt als die Mensur vorgibt. Der Bundrechner für Gitarren berücksichtigt diese Kompensation nicht, da sie von Saitenstärke und Spielweise abhängt.

Welche Mensur eignet sich für meinen Gitarrenbau – Fender- oder Gibson-Länge?

Die Wahl hängt von Spielgefühl und Klang ab. Eine 648 mm-Mensur (Fender) bietet höhere Saitenspannung und klarere Bässe, ideal für Rock oder Jazz. Die 628 mm-Variante (Gibson) liegt weicher in der Hand und eignet sich besser für Blues oder Fingerstyle. Bei einer DIY-Gitarre aus einer Zigarrenkiste können Sie auch experimentieren: Kürzere Mensuren (550 mm bis 600 mm) passen zu kleineren Korpusformen und erzeugen einen warmen, komprimierten Klang.

Kann ich den Bundrechner für Gitarren auch für Bass oder Ukulele nutzen?

Ja, das Tool funktioniert für jedes Saiteninstrument mit gleichstufiger Stimmung. Geben Sie einfach die passende Mensur ein – z. B. 864 mm für einen 4-Saiten-Bass oder 348 mm für eine Tenor-Ukulele. Beachten Sie, dass der Rechner nur die Bundpositionen berechnet, nicht die Saitenstärke oder -spannung. Für letztere können Sie den String Tension Calculator verwenden, um die optimale Saitenwahl zu ermitteln.

Warum rechnet der Bundrechner mit der "Regel von 18", wenn die Formel doch [math]d_n = L - \frac{L}{2^{n/12}}[/math] lautet?

Die "Regel von 18" (eigentlich 17,817) ist eine historische Näherung für die exakte mathematische Formel. Sie besagt, dass jeder Bund [math]\frac{1}{17.817}[/math] der verbleibenden Saitenlänge hinter dem vorherigen sitzt. Beide Methoden liefern identische Ergebnisse, weil [math]2^{1/12} \approx 1.05946[/math] und [math]\frac{1}{1.05946 - 1} \approx 17.817[/math] gilt. Die Regel war vor Taschenrechnern praktisch, heute nutzen Luthiers meist die präzisere Formel.

Mein selbstgebautes Instrument klingt am 12. Bund verstimmt – was habe ich falsch gemacht?

Häufige Fehler sind: 1) Messung vom Sattelrand statt von der Saitenauflage, 2) kumulative Messfehler durch Addition der Bundabstände, 3) falsche Saitenstärke für die Mensur. Prüfen Sie mit dem Bundrechner für Gitarren, ob Ihre Bundpositionen stimmen. Falls ja, liegt das Problem vermutlich in der Stegposition – dieser sollte für eine 648 mm-Gitarre etwa 650 mm bis 651 mm vom Sattel entfernt sein, um die Intonation auszugleichen.

Wie markiere ich die Bünde auf einem gebogenen Griffbrett (z. B. bei einer Archtop-Gitarre)?

Bei gebogenen Griffbrettern messen Sie die Bundpositionen zunächst auf einer geraden Schablone aus Papier oder dünnem Holz. Übertragen Sie die Werte dann mit einem flexiblen Lineal oder einer Schablone auf das Griffbrett. Achten Sie darauf, die Markierungen senkrecht zur Saitenrichtung zu setzen – nicht parallel zur Griffbrettoberfläche. Für präzise Ergebnisse können Sie die Schablone mit doppelseitigem Klebeband fixieren und die Positionen mit einer Ahle durchstechen.

Kann ich den Bundrechner für Gitarren auch für historische Instrumente wie Lauten oder Barockgitarren nutzen?

Nein, da historische Instrumente oft eine andere Stimmung (z. B. mitteltönige oder reine Stimmung) oder ungleichmäßige Bundabstände verwenden. Der Bundrechner für Gitarren berechnet ausschließlich gleichstufige Temperaturen nach modernem Standard. Für Lauten oder Barockgitarren benötigen Sie spezielle Tabellen oder historische Konstruktionsmethoden, die z. B. die "Regel von 17" oder andere Proportionen verwenden. Einige Lautenbauer nutzen auch empirische Methoden wie das "Biegen der Bünde" nach Gehör.