Vier Arten von KI-Crawlern: Was sie tun und warum Sie sie blockieren sollten
KI-Crawler durchsuchen das Web nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für Trainingsdaten, Antwortgeneratoren oder direkte Nutzeranfragen. Der Robots.txt-Generator für KI-Crawler unterteilt sie in vier Kategorien, jede mit eigenen Auswirkungen auf Ihre Sichtbarkeit und Kontrolle über Inhalte.
1. Trainingsdaten-Sammler (z. B. GPTBot, ClaudeBot, Google-Extended) Diese Bots laden Seiten, um große Sprachmodelle (LLMs) zu trainieren. Sie speichern Inhalte dauerhaft in ihren Datensätzen, oft ohne direkte Nutzerinteraktion. Blockieren Sie diese, wenn Sie verhindern möchten, dass Ihre Texte oder Bilder in KI-Modellen landen. Allerdings: Selbst bei Blockade können bereits gesammelte Daten weiterverwendet werden. Bekannte Tokens: GPTBot, ClaudeBot, Google-Extended (für Gemini-Training).
2. KI-Suchindexierer (z. B. OAI-SearchBot, PerplexityBot) Diese Bots erstellen Indizes für KI-gestützte Suchmaschinen oder Antwortdienste. Blockieren Sie sie, wenn Sie nicht in KI-generierten Antworten zitiert werden möchten, etwa bei Perplexity oder Microsoft Copilot. Der Nachteil: Ihre Inhalte bleiben für klassische Suchmaschinen wie Google sichtbar, verlieren aber an Reichweite in KI-Tools. Typische User-Agents: OAI-SearchBot, YouBot.
3. Nutzergetriggerte Abrufer (z. B. ChatGPT-User, Bard-User) Diese Bots holen Inhalte nur auf direkte Nutzeranfrage, etwa wenn jemand in ChatGPT einen Link teilt. Blockieren Sie sie, wenn Sie keine Echtzeit-Abrufe wünschen. Allerdings: Viele Nutzer erwarten, dass verlinkte Inhalte zugänglich sind. Beispiele: ChatGPT-User, Bard-User.
4. Browser-Agenten (z. B. Applebot-Extended, FacebookBot) Diese Bots simulieren menschliches Surfverhalten, etwa für KI-gestützte Vorschläge in Browsern oder Social Media. Blockieren Sie sie, wenn Sie Tracking oder automatisierte Interaktionen vermeiden möchten. Allerdings können dadurch auch nützliche Funktionen wie Linkvorschläge deaktiviert werden. Typische Tokens: Applebot-Extended, FacebookBot.
Praktische Entscheidungshilfe Die Standardeinstellung des Generators blockiert nur Trainingsdaten-Sammler: ein Kompromiss zwischen Kontrolle und Sichtbarkeit. Wer komplett aussteigen will, wählt die Option Alle KI-Crawler blockieren. Für spezifische Pfade (z. B. /drafts/) lässt sich der Disallow-Pfad anpassen. Denken Sie daran: Selbst bei Blockade bleiben Ihre Inhalte über klassische Suchmaschinen auffindbar, solange Sie Googlebot nicht ausschließen.