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IndexNow URL-Übermittlung an Suchmaschinen

URLs per IndexNow-Protokoll an Bing, Yandex und Seznam melden: API-Schlüssel eingeben, mehrere Adressen sammeln und den Status der Übermittlung direkt einsehen.

Mehmet Demiray Veröffentlicht Aktualisiert
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Geben Sie die Domain ein, zu der die URLs gehören.
Der Schlüssel, den Sie generiert und als <Schlüssel>.txt im Stammverzeichnis Ihrer Website platziert haben.
Fügen Sie die zu übermittelnden URLs ein, eine pro Zeile.

Was IndexNow ist und welche Suchmaschinen es unterstützen

IndexNow ist ein offenes Protokoll, mit dem du Suchmaschinen sofort informierst, sobald eine Seite neu erstellt, geändert oder gelöscht wurde. Statt darauf zu warten, dass ein Crawler deine Website von selbst erneut besucht, sendest du eine kurze Benachrichtigung mit der betroffenen URL. Die Suchmaschine weiß dadurch unmittelbar, dass sich etwas geändert hat, und kann die Adresse gezielt neu abrufen.

Das Protokoll wird unter anderem von Bing, Yandex und Seznam unterstützt. Ein wichtiger Vorteil: Eine Meldung an einen teilnehmenden Anbieter wird an die übrigen IndexNow-Partner weitergegeben, sodass du deine Adressen nicht einzeln an jede Suchmaschine schicken musst.

Damit eignet sich IndexNow besonders für Seiten, die sich häufig ändern, etwa Nachrichtenartikel, Produktseiten im Onlinehandel oder regelmäßig aktualisierte Ratgeber. Dieses Tool bündelt den Ablauf in einer Oberfläche: Du hinterlegst deinen Schlüssel, fügst die URLs hinzu und löst die Übermittlung aus. So behältst du den Überblick, welche Adressen bereits gemeldet wurden und welche noch ausstehen.

So nutzt du das Übermittlungstool Schritt für Schritt

Der Ablauf ist bewusst schlank gehalten und gliedert sich in drei Schritte:

  1. Schlüssel hinterlegen: Trage deinen IndexNow-API-Schlüssel ein. Das ist eine selbst erzeugte Zeichenfolge, die als Textdatei im Stammverzeichnis deiner Domain liegen muss, damit die Suchmaschine deine Berechtigung prüfen kann.
  2. URLs sammeln: Füge die Adressen hinzu, die gemeldet werden sollen. Achte darauf, dass alle URLs zur selben Domain gehören wie der hinterlegte Schlüssel.
  3. Übermittlung auslösen: Sende die Liste ab und prüfe die Rückmeldung.

Die Antwort der Schnittstelle besteht aus einem HTTP-Statuscode. Ein 200 bedeutet, dass die Anfrage angenommen wurde. Ein 202 signalisiert, dass die Meldung entgegengenommen wird, der Schlüssel aber noch geprüft wird. Codes wie 400, 403 oder 422 weisen auf fehlerhafte Angaben, einen ungültigen Schlüssel oder nicht zusammenpassende Domains hin.

Kontrolliere bei einem Fehler zuerst, ob die Schlüsseldatei wirklich erreichbar ist und ob alle Adressen exakt zur richtigen Domain gehören. Schon kleine Abweichungen im Hostnamen führen zu einer Ablehnung.

IndexNow im Vergleich zu Sitemaps und klassischem Crawling

Lange galt die XML-Sitemap als Standardweg, um Suchmaschinen über die Struktur einer Website zu informieren. Eine Sitemap ist jedoch passiv: Sie listet alle Adressen auf, sagt aber nicht, welche davon sich gerade geändert haben. Die Suchmaschine entscheidet selbst, wann sie erneut vorbeischaut, und das kann je nach Domain Stunden oder Tage dauern.

IndexNow dreht dieses Prinzip um. Statt zu warten, meldest du aktiv genau die Adresse, die neu oder verändert ist. Der Unterschied im Überblick:

Merkmal Sitemap IndexNow
Auslöser Crawler entscheidet du meldest aktiv
Reaktion verzögert nahezu sofort
Umfang gesamte Website einzelne URLs

Beide Verfahren schließen sich nicht aus. Die Sitemap bleibt sinnvoll, damit Suchmaschinen den vollständigen Bestand deiner Seiten kennen. IndexNow ergänzt sie für den schnellen Hinweis auf frische Änderungen. In der Praxis pflegst du also weiterhin deine Sitemap und nutzt IndexNow zusätzlich immer dann, wenn eine konkrete Seite zeitnah erfasst werden soll.

Bewährte Vorgehensweisen für saubere Meldungen

Damit deine Übermittlungen zuverlässig ankommen, lohnt sich ein überlegter Umgang mit dem Protokoll. Melde eine URL nur, wenn sich inhaltlich wirklich etwas geändert hat. Sendest du dieselbe Adresse innerhalb kurzer Zeit immer wieder, gilt das als unnötiger Verkehr und bringt keinen Vorteil.

Einige Punkte, die sich in der Praxis bewährt haben:

  • Nur echte Änderungen melden: neue Seiten, überarbeitete Inhalte oder gelöschte Adressen.
  • Saubere Adressen verwenden: vollständige URLs mit https, ohne Tippfehler im Hostnamen.
  • Schlüssel erreichbar halten: die Schlüsseldatei muss dauerhaft online und abrufbar bleiben.
  • Größere Listen aufteilen: sehr viele Adressen lieber in mehrere überschaubare Durchläufe gliedern.

Viele Anbieter empfehlen, nicht mehr als rund 10.000 URLs pro Anfrage zu senden. Für die meisten Websites liegt das tägliche Volumen deutlich darunter. Wenn dein Anteil aktualisierter Seiten im Verhältnis zur Gesamtzahl ungewöhnlich hoch ist, kann eine Suchmaschine die Meldungen zurückhaltender behandeln. Ein maßvoller, ehrlicher Einsatz schützt deine Glaubwürdigkeit und sorgt für verlässliche Ergebnisse.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Die meisten gescheiterten Übermittlungen lassen sich auf wenige Ursachen zurückführen. Der häufigste Stolperstein ist die Schlüsseldatei. Liegt sie nicht erreichbar im Stammverzeichnis oder stimmt ihr Inhalt nicht exakt mit dem gesendeten Schlüssel überein, lehnt die Suchmaschine die Meldung ab.

Ebenso oft passen Domain und Adressen nicht zusammen. Alle gemeldeten URLs müssen zur selben Domain gehören, für die der Schlüssel hinterlegt ist. Eine Mischung aus mehreren Domains in einer einzigen Anfrage führt zu einem Fehlercode.

Weitere typische Punkte:

  • Falsches Protokoll: Adressen mit http statt https, obwohl die Seite verschlüsselt ausgeliefert wird.
  • Weiterleitungen: URLs, die direkt auf eine andere Adresse umleiten, sind als Meldung wenig sinnvoll.
  • Nicht öffentliche Seiten: Adressen hinter einem Login oder mit noindex bringen keine Indexierung.

Prüfe im Zweifel zuerst die Rückmeldung. Der Statuscode verrät meist sofort, ob es am Schlüssel, an der Domain oder am Format der Adressen liegt. Mit sauberen Eingaben sind die meisten Probleme schnell behoben.

Die, die wir am häufigsten beantworten.

Was ist IndexNow und welche Suchmaschinen unterstützen es?

IndexNow ist ein offenes Protokoll, mit dem du Suchmaschinen sofort meldest, dass sich eine Seite geändert hat. Unterstützt wird es unter anderem von Bing, Yandex und Seznam. Eine Meldung an einen teilnehmenden Anbieter wird an die übrigen Partner weitergereicht, sodass du nicht jede Suchmaschine einzeln benachrichtigen musst.

Woher bekomme ich meinen IndexNow-API-Schlüssel?

Du erzeugst den Schlüssel selbst. Es handelt sich um eine frei gewählte Zeichenfolge aus Buchstaben und Ziffern. Diese legst du als Textdatei im Stammverzeichnis deiner Domain ab, wobei der Dateiname dem Schlüssel entspricht. Beim Übermitteln prüft die Suchmaschine, ob diese Datei erreichbar ist und mit dem gesendeten Schlüssel übereinstimmt.

Wie viele URLs kann ich auf einmal übermitteln?

In einer einzelnen Anfrage kannst du mehrere Adressen bündeln. Viele Anbieter empfehlen eine Obergrenze von rund 10.000 URLs pro Anfrage. Für die meisten Websites liegt das tatsächliche Volumen deutlich darunter. Bei sehr großen Listen teilst du sie besser in mehrere überschaubare Durchläufe auf.

Worin unterscheidet sich IndexNow von der URL-Übermittlung in der Google Search Console?

Die Search Console richtet sich an die Google-Suche und bietet eine eigene Prüfung sowie manuelle Anforderung der Indexierung. IndexNow ist dagegen ein offenes Protokoll für Bing, Yandex und Seznam und meldet Änderungen automatisiert per Schnittstelle. Beide Wege ergänzen sich, wenn du sowohl bei Google als auch bei den IndexNow-Partnern schnell erfasst werden möchtest.

Was bedeuten die zurückgegebenen Statuscodes?

Ein 200 heißt, dass die Anfrage angenommen wurde. Ein 202 signalisiert, dass die Meldung entgegengenommen wird, der Schlüssel aber noch geprüft wird. Codes wie 400, 403 oder 422 deuten auf fehlerhafte Angaben, einen ungültigen Schlüssel oder nicht zusammenpassende Domains hin. Die Rückmeldung zeigt dir also direkt, woran eine Übermittlung gescheitert ist.

Wie schnell wird meine Seite nach der Meldung indexiert?

IndexNow beschleunigt vor allem den Hinweis an die Suchmaschine, ersetzt aber nicht deren eigene Bewertung. Die Adresse wird in der Regel zügig zum erneuten Abruf vorgemerkt. Wann sie tatsächlich in den Ergebnissen erscheint, entscheidet weiterhin die jeweilige Suchmaschine anhand ihrer üblichen Kriterien.

Sollte ich meine Sitemap weiter pflegen, wenn ich IndexNow nutze?

Ja. Die Sitemap bleibt sinnvoll, damit Suchmaschinen den vollständigen Bestand deiner Seiten kennen. IndexNow ergänzt sie für den schnellen Hinweis auf einzelne neue oder geänderte Adressen. Am besten pflegst du beide Verfahren parallel und nutzt die sofortige Meldung gezielt bei wichtigen Änderungen.