Wie Noten in Frequenzen umgerechnet werden: Grundlagen der gleichstufigen Stimmung
Jeder Musiker kennt das Problem: Man hat eine Note vor sich, aber braucht die genaue Frequenz in Hertz (440), um ein Instrument zu stimmen oder einen Synthesizer einzurichten. Der [[page:noten-frequenz-rechner]] löst dieses Problem mit einer einfachen mathematischen Grundlage – der gleichstufigen Stimmung. In diesem System ist jede Oktave in zwölf gleich große Halbtonschritte unterteilt, wobei sich die Frequenz mit jedem Schritt um den Faktor erhöht. Das bedeutet: Verdoppelt man die Frequenz, erhält man die gleiche Note eine Oktave höher. So liegt A4 bei 440 Hz, A5 bei 880 Hz und A3 bei 220 Hz.
Der Schlüssel zur Umrechnung ist die Formel , wobei die MIDI-Nummer der Note ist. A4 hat die MIDI-Nummer 69, was als Referenzpunkt dient. Möchte man beispielsweise die Frequenz von C4 (MIDI-Nummer 60) berechnen, setzt man ein: Hz. Diese Berechnung funktioniert für jede Note im Bereich von C0 bis G8, solange die Referenzfrequenz von A4 festgelegt ist.
Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, dass alle Instrumente oder Musikstücke dieselbe Referenzfrequenz verwenden. Während 440 Hz seit 1955 als ISO-Standard gilt, stimmen viele Orchester heute auf 442 oder 444 Hz, um einen brillanteren Klang zu erzielen. Der [[page:noten-frequenz-rechner]] bietet daher mehrere Referenzwerte an, darunter auch 432 Hz – eine Frequenz, die oft mit esoterischen oder „natürlicheren“ Klangvorstellungen in Verbindung gebracht wird. Faktisch verschiebt sich dadurch lediglich die gesamte Tonleiter um etwa 0,3 % nach unten, ohne dass wissenschaftlich nachgewiesene Auswirkungen auf Wohlbefinden oder Klangqualität entstehen.