Was steckt in meinen Fotos? EXIF-Daten einfach erklärt
Jedes Mal, wenn Sie ein Foto mit Ihrem Smartphone oder einer Digitalkamera aufnehmen, schreibt das Gerät unsichtbare Informationen in die Bilddatei. Diese Daten – genannt EXIF-Daten – enthalten technische Details wie das Aufnahmedatum, die Kameraeinstellungen, den Gerätetyp und manchmal sogar den genauen Standort. Der EXIF-Viewer zeigt Ihnen all diese Informationen an, ohne dass das Foto Ihr Gerät verlässt.
Nehmen wir ein typisches Urlaubsfoto: Neben dem sichtbaren Bild speichert die Kamera unter anderem die Brennweite (24 mm), die Blende (z. B. f/2.8), die Belichtungszeit (1/500 sekunde) und den ISO-Wert (100). Dazu kommen oft der Kamerahersteller (z. B. Canon oder Sony), das genaue Modell und manchmal sogar die Seriennummer. Besonders relevant sind GPS-Koordinaten, die verraten, wo das Foto entstanden ist – etwa am Brandenburger Tor oder in den Alpen. Viele Nutzer wissen nicht, dass diese Daten standardmäßig mitgespeichert werden, wenn die Standortfreigabe aktiviert ist.
Doch EXIF-Daten gehen noch weiter: Sie enthalten auch Informationen über die Bildbearbeitung. Wenn Sie ein Foto mit Programmen wie Adobe Lightroom oder GIMP bearbeiten, wird dies in den Metadaten vermerkt. Selbst die Farbprofile (z. B. sRGB oder Adobe RGB) und Miniaturbilder (Thumbnails) sind Teil dieser unsichtbaren Daten. Der EXIF-Viewer zeigt Ihnen nicht nur eine übersichtliche Zusammenfassung, sondern auch jede einzelne dieser Informationen – gruppiert nach Blöcken wie EXIF, IPTC oder XMP. So sehen Sie auf einen Blick, was Ihr Foto wirklich preisgibt.