Wie Streaming-Royalties wirklich funktionieren: Das Pro-Rata-Prinzip erklärt
Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music oder Tidal zahlen keine festen Beträge pro Stream. Stattdessen fließt das monatliche Abonnement- und Werbeeinnahmen in einen großen Topf, der dann nach dem Anteil der Streams verteilt wird – das sogenannte Pro-Rata-Modell. Wenn ein Künstler 10 % aller Streams in einem Monat generiert, erhält er auch 10 % des verfügbaren Geldes. Der Streaming-Royalties-Rechner zeigt daher nur Schätzungen, da der tatsächliche Betrag pro Stream von Monat zu Monat schwankt.
Ein Beispiel: Im Januar 2026 könnte Spotify 800 000,000 USD an Rechteinhaber ausschütten. Bei 200 Milliarden Streams in diesem Monat ergibt das einen durchschnittlichen Satz von 0,004 $ pro Stream. Im Februar könnte der Topf kleiner sein, etwa 700 000,000 USD, bei 180 Milliarden Streams. Dann läge der Satz bei 0,0039 $. Der Rechner nutzt diese Schwankungen, um eine Spanne zwischen niedrigen und hohen Werten abzubilden.
Wichtig ist auch: Die Plattformen zahlen nicht direkt an Künstler, sondern an Rechteinhaber wie Labels oder Vertriebe. Diese behalten oft einen Teil ein, bevor das Geld beim Musiker ankommt. Wer also 1,000,000 Streams auf Spotify hat, sieht im Rechner 4 000,USD – doch nach Abzug von Vertriebsgebühren und Labelanteilen bleibt vielleicht nur die Hälfte übrig.